Sport - Artikel - Herzteam Dortmund am St.-Johannes-Hospital

Ausdauersport für Herz und Kreislauf

Darum ist Wandern, Radfahren, Laufen oder Schwimmen so gesund

Ausdauersport macht nicht nur fit und gute Laune, sondern ist auch ideal, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Wer bereits erkrankt ist, kann mit Walken, Wandern, Radfahren, Laufen oder Schwimmen ebenfalls gezielt etwas für seine Gesundheit tun. Die Experten vom Herzteam Dortmund erklären, warum das so ist und worauf man achten sollte.

Warum ist Ausdauersport so gesund für Herz und Kreislauf?
Das Herz des Menschen schlägt etwa 60 bis 100 Mal in der Minute, um unseren Organismus mit Blut und so mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Regelmäßiger Ausdauersport sorgt dafür, dass das Herz weniger oft schlagen muss, um dieselbe Leistung zu erbringen. Es kann also ökonomischer arbeiten. Außerdem schützt der Sport vor der gefürchteten Verkalkung der Gefäße, der Arteriosklerose. Das liegt daran, dass durch Sport biochemische Prozesse gefördert werden, die dem Abbau gefäßschädigender Substanzen dienen. Das sind zum Beispiel Stresshormone, die bei Anspannung im Alltag ausgeschüttet werden. Der Ausdauersport hält also unsere Gefäße weit und tut damit etwas gegen zu hohen Blutdruck, einem der großen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch gegen den Risikofaktor Übergewicht ist Ausdauersport ideal.

Was müssen Menschen beachten, die bereits an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden?
Niemand sollte in so einem Fall einfach mit Ausdauersport beginnen, sondern das vorher mit seinem Arzt besprechen. Hier muss im Einzelfall, je nach individuellem Leistungsvermögen, entschieden werden. Das gilt auch für jede andere sportliche Betätigung, zum Beispiel in Herzsport-Gruppen, die ja ärztlich verordnet wird und unter fachkundiger Anleitung erfolgt. Grundsätzlich wissen wir heute, dass Bewegung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Gesundheit guttut. Das war nicht immer so. Früher hat man zum Beispiel nach einem Herzinfarkt zu körperlicher Schonung geraten. Inzwischen gibt es Studien, die belegen, dass Sport das Risiko für einen
erneuten Infarkt sogar senkt. Vor allem bei Patienten, die in ihrem Leben nie Sport getrieben haben und zu viel Kilo auf die Waage bringen, ist es wichtig, sie zu mehr Bewegung zu animieren.

Wie viel Ausdauersport sollte man betreiben, um einen positiven Effekt für Herz und Kreislauf zu erzielen?
Eine gewisse Regelmäßigkeit ist wichtig. Wer drei bis vier Mal in der Woche rund 30 Minuten stramm spazieren geht, Rad fährt oder schwimmt ist auf einem guten Weg. Aber aufpassen: nicht überanstrengen. Für gesunde Menschen gibt es die Faustregel: So aktiv sein, dass man ins Schwitzen gerät, aber sich trotzdem noch gut unterhalten kann. Bei Herzpatienten gibt die Absprache mit dem Arzt die Richtlinien vor. Häufig ist es sinnvoll, zunächst mit kleineren Trainingseinheiten zu beginnen. Also zum Beispiel zehn Minuten zügig walken, fünf Minuten langsam gehen, dann wieder das Tempo anziehen.

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