Sport - Artikel - Herzteam Dortmund am St.-Johannes-Hospital

Welcher Sport ist der richtige für mich?

Die richtige Sportart finden

Auf die Dosis kommt es an: Trainieren für Herz und Kreislauf Bewegung zählt zu den besten Möglichkeiten, um Herz- und Kreislauferkrankungen vorzubeugen, Übergewicht abzubauen und etwas für die innere Ausgeglichenheit zu tun. Liegt bereits eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems vor, hat Bewegung eine Effektstärke, die durchaus mit Medikamenten vergleichbar ist. Doch welche Sportart ist für wen geeignet? Das Herzteam Dortmund gibt einen Überblick.

Nordic Walking

Der Trendsport aus Skandinavien gilt als einer der gesündesten überhaupt. Der schwungvolle Bewegungsablauf stärkt Herz und Kreislauf. Durch den Einsatz der Stöcke werden sowohl Beinmuskeln als auch die Muskeln des Oberkörpers beansprucht. Außerdem geben die Stöcke zusätzliche Sicherheit. Für Menschen, die bereits an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems leiden, ist die Sportart ideal, da sie auch in mäßigem Tempo ausgeübt werden kann. Aber aufgepasst: Auf die richtige Technik kommt es an. Deshalb ist es empfehlenswert, zunächst an einem Kurs für Anfänger teilzunehmen.

Wandern

Wandern punktet mit vielen Effekten: Das Herz-Kreislauf-System wird auf natürliche Weise trainiert, die Skelettmuskulatur gestärkt, das innere Gleichgewicht durch den Aufenthalt in der Natur gefördert. Wandern ist auch für Herzpatienten gut geeignet. Das Tempo ist gemäßigt und kann individuell angepasst werden, so dass keine Gefahr der Überanstrengung besteht. Das gilt natürlich nur, wenn das eigene Belastungsvermögen realistisch eingeschätzt wird. Also Vorsicht bei der Planung von Bergtouren oder Wanderungen in sommerlicher Hitze. Hier ist weniger mehr. Tipp: Wer gerne in Gemeinschaft wandert, findet im Sauerländischen Gebirgsverein Gleichgesinnte. Allein in Dortmund gibt es neun Ortsgruppen. www.sgv.de
Auch der Kneipp-Verein Dortmund hat entsprechende Angebote, insbesondere für Senioren. https://kneipp-verein-dortmund.de/veranstaltungen/

Radfahren

Wer die täglichen Wege mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt oder drei bis vier Mal die Woche 30 Minuten eine kleine Tour unternimmt, tut seiner Herzgesundheit etwas Gutes. Wer größere Herausforderungen sucht, setzt sich aufs Rennrad oder Mountainbike. Radfahren gilt als guter Einstiegssport für Übergewichtige. Denn das Rad trägt einen Teil des Körpergewichts und ist
gelenkschonend. Es wird außerdem nie langweilig, da längere Strecken mit immer wieder neuen Eindrücken und Erlebnissen zurückgelegt werden können. Auch der Kalorienverbrauch beim Radfahren spornt an: Eine Stunde gemütlich radeln bedeutet
einen Verbrauch von rund 300 Kalorien. Herzpatienten sollten aber erst mit dem Arzt sprechen, bevor sie sich auf den Drahtesel setzen. Tipp: Wer Tourenvorschläge rund um Dortmund sucht, wird hier fündig.
https://www.dortmund-tourismus.de/entdecken-erleben/sport/radfahren.html
https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/touren/tourenvorschlaege.html

Schwimmen

Schwimmen trainiert den ganzen Körper und ist gelenkschonend. Weil wir im Wasser nur noch ein Siebtel unseres Körpergewichts tragen müssen, gilt Schwimmen auch als ideal für Menschen mit Übergewicht. Ein weiterer Effekt des Wassers: Es drückt
von allen Seiten auf die äußeren Blutgefäße. Herz und Kreislauf arbeiten gegen diesen Druck an, um die Durchblutung und Sauerstoffversorgung sicherzustellen und werden dadurch zusätzlich trainiert. Der Wasserdruck sorgt außerdem dafür, dass
die Atmung gestärkt wird. Tipp: Wem Schwimmen zu langweilig ist, sollte es einmal mit Wassergymnastik probieren. Es gibt zahlreiche Aquafit-Angebote für Einsteiger und Fortgeschrittene: https://www.aquafitness-dortmund.de/; https://www.ssbdo.
de/startseite/vereine/vereinssuche?id=3805; http://www.sschoerde

Joggen

Joggen ist der Klassiker unter den Ausdauersportarten. Allerdings ist es für Organismus und Gelenke deutlich belastender als zum Beispiel Nordic Walking. Deshalb sollten Herzpatienten unbedingt mit dem Arzt sprechen, bevor sie mit dem Training beginnen. Beim Joggen steigt die Herzfrequenz höher als bei anderen Ausdauersportarten. Wichtig ist, seine eigene Belastbarkeit realistisch
einzuschätzen, die Leistung nur langsam zu steigern und auch als gesunder Mensch Alarmsignale wie Schmerzen in der Brust ernst zu nehmen. Als Stresskiller und Hilfe im Kampf gegen Übergewicht ist Jogging aber ideal. Tipp: Alle Infos zum Thema Laufen in Dortmund: https://laufen-in-dortmund.de/2019/

Cardiotraining an Fitness-Geräten

Wer weder Outdoor-Aktivitäten noch Schwimmen mag, könnte beim Cardiosport an Fitness-Geräten wie Crosstrainer, Indoor-Fahrrad oder Ruderer eine Alternative finden. Der Vorteil: Man ist vom Wetter unabhängig und hat dank der modernen Technik die Möglichkeit, die Belastung allmählich zu steigern und den Trainingsfortschritt zu überwachen. Der Crosstrainer punktet gleichzeitig damit, dass die Muskulatur des ganzen Körpers trainiert wird. Wie bei allen anderen Ausdauersportarten gilt: Erst den Arzt kontaktieren, bevor es mit dem Training zuhause oder im Fitness-Studio losgeht. Tipp: Cardiotraining an Geräten im Fitness-
Studio oder anderen Gesundheitseinrichtungen kann als Reha-Sport ärztlich verordnet werden. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Die Krankenkasse beteiligt sich dann an den Kosten. https://www.joho-dortmund.de/index-johocuravita.
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